Betriebliche Gesundheitsförderung

als Teil des Betrieblichen Gesundheitsmanagements


Oft werden die Begriffe synonym verwendet. Dennoch ist die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) von dem Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) zu unterscheiden und als Teil des BGM zu verstehen.

Das BGM besteht aus vier Säulen der Gesundheit im Unternehmen. BGF stellt eine dieser Säulen dar und ist für Arbeitgeber und Beschäftigte freiwillig. Zu diesen Säulen zählen zudem der gesetzliche Arbeits- und Gesundheitsschutz und das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) für Mitarbeitende nach längerer Krankheit – beides Pflichtleistungen für Arbeitgeber – sowie die medizinischen Leistungen zur Prävention durch die gesetzliche Rentenversicherung.


Betriebliche Gesundheitsförderung ist ein Prozess mit den Schritten „Vorbereitung“, „Nutzung und Aufbau von Strukturen“, „Analyse“, „Umsetzung“ und „Evaluation“. Sie soll innerbetrieblich möglichst mit den übrigen gesundheitsbezogenen Diensten und Funktionsbereichen, insbesondere dem Arbeitsschutz und dem betrieblichen Eingliederungsmanagement, zu einem ganzheitlichen betrieblichen Gesundheitsmanagement verbunden werden. Die Inhalte und Umfänge der erbrachten Leistungen einschließlich ihrer Kombinationen ergeben sich aus dem gemeinsam mit den Verantwortlichen für den Betrieb und den beschäftigten Versicherten ermittelten Bedarf.

Finanzielle Förderung durch die Krankenkassen

"Krankenkassen unterstützen Betriebe bei der betrieblichen Gesundheitsförderung durch eigene Fachkräfte sowie finanzielle Förderung. Eine finanzielle Förderung bedarf der Beauftragung durch die Krankenkasse und setzt immer eine vorherige Prüfung durch die Krankenkasse voraus. Die Krankenkasse gewährleistet die Einhaltung der Qualitätskriterien des GKV-Leitfadens Prävention. Alle Angebote einer Krankenkasse im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung stehen bedarfsbezogen allen Beschäftigten des jeweiligen Betriebes zur Verfügung.

Betriebe mit Interesse an betrieblicher Gesundheitsförderung können sich an eine Krankenkasse wenden. Empfehlenswert ist die Kontaktaufnahme mit derjenigen Krankenkasse, bei der ein Teil der Mitarbeiter versichert ist. Die Firmenkundenberater der Krankenkassen vermitteln gern den Kontakt zu den für die BGF zuständigen Fachkollegen."

Steuerfreie Arbeitgeberleistung

"Nicht nur die Krankenkassen unterstützen die Betriebe bei der betrieblichen Gesundheitsförderung. Auch Arbeitgeber können pro Beschäftigten und Jahr bis zu 600 Euro für qualitätsgesicherte Maßnahmen zur verhaltensbezogenen Primärprävention und zur betrieblichen Gesundheitsförderung aufwenden, ohne dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Zuwendungen als geldwerten Vorteil versteuern müssen.

Entsprechend der seit dem 1. Januar 2019 gültigen Fassung des § 3 Nr. 34 des Einkommensteuergesetzes (EStG) sind Aufwendungen von Arbeitgebern für Leistungen 'zur Verhinderung und Verminderung von Krankheitsrisiken und zur Förderung der Gesundheit in Betrieben, die hinsichtlich Qualität, Zweckbindung, Zielgerichtetheit und Zertifizierung den Anforderungen der §§ 20 und 20b des Fünften Buches Sozialgesetzbuch genügen' einkommensteuerfrei."

Quelle:  GKV-Spitzenverband

Webseite GKV-Spitzenverband
Sie haben weiterführende Fragen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung und/oder zu Finanzierungsmöglichkeiten?

Ihre Expertengemeinschaft der wispo steht Ihnen beratend zur Seite!

Schreiben Sie uns